Handlungsfelder

|Handlungsfelder
Handlungsfelder2019-04-11T15:33:02+00:00

3 Schwerpunkte:

Das Projekt [lampedusa calling] fokussiert sich auf seine drei Handlungsfelder. Neben der Wanderausstellung [flucht…] in Seefrachtcontainern wird mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Fluchterfahrung eine Multiplikator*innen Ausbildung durchgeführt die sich zu Teilen an den Standards der Jugendleiter-Ausbildung (JuLeiCa) orientiert. Um auch alterübergreifend zu arbeiten werden zu den unterschiedlichsten Themen Denkwerkstätten durchgeführt um mit Politikern, Ehrenamtlichen sowie Bürger*innen mit und ohne Fluchterfahrung über gelingende Integration, Fluchursachen, Rassismus, Interreligiosität oder Toleranz zu diskutieren.

Diese Schwerpunkte dienen…

…der Bildung  zum Themenkomplex Flucht und Integration.

Wer sich mit Flucht beschäftigt, kommt mit Fragen zu unterschiedlichen Lebensweisen verschiedener Gruppen, geopolitischen Voraussetzungen, Klimaforschung, und wirtschaftlichen wie historischen Bedingungen in Berührung die zu Flucht und Migration beitragen. Wissen und Reflexion über geltende Werte müssen erarbeitet und auch der Zusammenhang mit unserer eigenen Lebensweise einbezogen werden.

…der Hilfe zur gesellschaftlichen Teilhabe für Geflüchtete.

Wir wollen Geflüchteten größtmögliche Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen, religiösen, sozialen und kulturellen Leben ermöglichen. Dazu braucht es die Erfahrung von „Willkommen sein“ und dem Erkennen eigener Ressourcen. Ihre Erfahrungen, die individuell zu Flucht geführt haben, müssen in den allgemeinen Diskurs einbezogen werden. Grundlage der Arbeit mit Geflüchteten sind die Menschenrechte. Teilhabe schützt, wie mehrfach in der sozialwissenschaftlichen Forschung aufgezeigt, vor Extremismus. Demokratiefähigkeit wird im Rahmen von Beziehungen und Dialog erlebt und erlernt.

…dem Ausbau fachlicher Expertise zu Interkulturalität.

Es  bedarf neuer Konzepte, Methoden und auch Wissen um ehren- und hauptamtliche Fachkräfte und ihre Organisationen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Aufnahmegesellschaft mit ihren öffentlichen Strukturen muss befähigt werden, mit interkulturellen Aushandlungsprozessen konstruktiv umgehen zu können.

…der Unterstützung von Kooperationen unter Helfenden und Hilfesystemen.

Die sozialen Hilfesysteme sind geprägt von Ressourcenknappheit bei gleichzeitigem Handlungsdruck in aktuellen Problemlagen. Die Organisation der Hilfesysteme ist geprägt von Spezialisierung und Vereinzelung von Problemlagen. Besonders wichtig ist deshalb die Kooperation und Vernetzung zwischen, aber auch unter ehren- und hauptamtlichen Fachkräften und ihrer Organisationen.

…dazu Begegnungsräume zur Orientierung und zum  Erfahren von Vielfalt  anzubieten.

Soll Vielfalt positiv assoziiert werden, werden moderierte Begegnungsräume benötigt. Besonders zwischen einheimischen und geflüchteten Menschen, aber auch zwischen weiteren Gruppen der Gesellschaft. Vielfalt muss  als konkrete Alltäglichkeit erlebt werden können.  Heterogene Gruppen müssen mit didaktischen Mitteln unterstützt werden, sich gemeinsam mit Werten und Wissen auseinanderzusetzen und als Menschen zu begegnen.