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JuLeiCa2019-04-11T16:02:45+00:00

Laut Zahlen des BAMF waren in den Jahren 2016/2017 die Mehrheit der Antragsteller eines Asylantrages jünger als 30 Jahre, die größte Gruppe sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/flucht/218788/zahlen-zu-asyl-in-deutschland#Antragsteller, rev. 10/ 2017)

Integration betrifft somit vor allem auch Kinder und Jugendliche:

  • Hier aufgewachsene Jugendliche müssen sich als zukünftige Erwachsene Mitglieder der Gesellschaft mit den Themen Flucht und Integration beschäftigen, um handlungsfähig zu sein.
  • Geflüchtete Jugendliche, die sich in einem fremden Land mit fremden Normen und Regeln zurechtfinden müssen, haben eine hohe Anpassungsleistung zu erbringen. Hinzu kommen individuelle Anforderungen, wie Traumatisierung o.ä..

Die Gefahr der Jugendarbeit besteht in der Fortsetzung der Segregation, die das Bildungssystem vornimmt. Jugendarbeit ist aber keine „Feuerwehr“ und bietet keine Lösung für spezielle Zielgruppen. Sie sollte für alle da sein. Nehmen wir diesen Auftrag ernst, kann es nicht „Angebote speziell für Geflüchtete“ geben. Stattdessen muss Jugendarbeit sich gerade um Angebote bemühen, die  Geflüchtete und alle anderen Jugendliche gemeinsam in Kontakt bringen.  Jugendarbeit braucht dafür Lobbyarbeit, muss sich zeigen und mit starken Partner*innen vernetzen. Ein emanzipatorischer und kritischer Ansatz der Jugendarbeit muss für ein offensives politisches Bewusstsein eintreten, das  einer segregierten und segregierenden Kindheit und Jugend Einhalt gebietet.  Bestehende Angebote müssen dafür reformiert werden.

Jugendarbeit kann dann Vorbild für andere Bildungsinstitutionen werden und über Multiplikation und Kooperation Chancengerechtigkeit fördern. Jugendarbeit tritt dann ein als Innovator für Integration und Inklusion.

Deshalb beginnt das Projekt bei der Etablierung einer interkulturellen Jugendgruppe, von der aus die weiteren Akteure motiviert werden mitzumachen.